Lesen macht stark
Lesen fördert Empathie, Vorstellungskraft und selbstständiges Denken. Fähigkeiten, die Kinder und Jugendliche in einer komplexen, globalen und digitalen Welt mehr denn je brauchen. Die Auseinandersetzung mit gesellschaftlich relevanten Themen und einer Vielfalt an Sichtweisen setzt voraus, dass Kinder, später Jugendliche, sinnerfassend lesen können und dadurch in die Lage versetzt werden, sich eine eigene Meinung zu bilden. Auch wenn sich die Darstellungsformate mit den neuen Medien verändern: Lesen ist und bleibt die wichtigste Kulturtechnik, Lesekompetenz ist Wegbereiter für den schulischen Erfolg und ein selbstbestimmtes Leben. Und sie ist ein Schlüssel für die Zukunft der Demokratie! Die Neugier auf Literatur zu wecken und die Lust am Lesen zu fördern, ist das Ziel unserer Arbeit: mit Geschichten, die fesseln, trösten, glücklich oder mutig machen und den Menschen, die sie schreiben.
Das Jahr 2025 in Zahlen
Autor*innen in Kitas und Schulen
Durchgeführte Lesungen und Schreibwerkstätten
Teilnehmende Kinder und Jugendliche
Leseorte landesweit
13. Juni 2026 — 1500 Kinder, Jugendliche und Familien haben die große Buchausstellung der Stadtbibliothek Hannover im Sprengel Museum besucht. Einladend und gemütlich gestaltet war die begehbare Leselandschaft mit mehr als 600 neu erschienenen Kinder- und Jugendbüchern. Das hat sich auch in der langen Verweildauer der Besucher*innen gezeigt. Mitmachstationen und kleine Kunstaktionen haben die Begegnung mit Literatur zu einem kreativen und fröhlichen Erlebnis werden lassen.
14. bis 16. Juli, 9 bis 13 Uhr im Sprengel Museum Hannover
Für Kinder von 9-12 Jahren
22. Mai 2026 — Bei der LeseKunstKombi in den Sommerferien stellt Nikola Huppertz ihr Buch „Kusinenkram und Kunforak“ vor und liest daraus mitten im Museum. Die Kinder tauchen mit der Autorin in die Geschichte ein und erhalten von einer Kunstvermittlerin kreative Anregungen. Sie können zeichnen, malen, collagieren und experimentieren. Dabei finden sie heraus, was die geheimnisvolle „Kusinensprache“ mit Kurt Schwitters zu tun hat.
1. April 2026 — Leseförderung und die Förderung von Autor*innen – das waren auch im Jahr 2025 die zwei wichtigen Säulen unserer Arbeit. In welchem Ausmaß wir unserem Auftrag nachgekommen sind, zeigen die Zahlen: Im vergangenen Jahr konnten wir 1037 Begegnungen mit 91 Autor*innen in Kitas und Schulen durchführen und damit rund 51.000 Kinder und Jugendliche erreichen. Die Lesungen fanden an 141 Orten in Niedersachsen statt.
In unserem Arbeitsbericht 2025 geben wir einen Überblick über die wichtigsten Kennzahlen und Statistiken und wir informieren über die von uns durchgeführten Projekte und Kooperationen. Den vollständigen Bericht gibt es hier zum Download.
Am 8. Juni um 19 Uhr im Literaturhaus Hannover
Moderation: Frank Schäfer
Sein Leben beginnt am Stadtrand von Westberlin. In einem hässlichen Neubau gegenüber einer Flüchtlingssiedlung – und nicht weit von der Mauer. Zu einer Zeit, als es das Wort „queer“ noch nicht gibt und „schwul“ allein ein Schimpfwort ist.
Die Eltern streiten viel, traumatisiert vom Zweiten Weltkrieg, der noch nicht lange her ist: Sie waren erst fünf,
als Hitler die Macht übernahm, und noch keine achtzehn, als alles endete. Der ältere Bruder – ein Fremder, der nichts mit ihm zu tun haben möchte. Doch er sucht und findet Freundschaft – mit anderen Außenseiter*innen wie er selbst. Und irgendwann sogar Liebe und Sex – und die weite Welt.
Mitglied werden
Leseförderung ist eine Aufgabe, die uns alle angeht! Texte zu verstehen und einzuordnen, ist Voraussetzung für die Teilhabe an einer lebendigen Demokratie. Wenn Sie unsere Arbeit unterstützen möchten, werden Sie Vereinsmitglied.
Analog und digital
Neben analogen bieten wir auch digitale oder hybride Veranstaltungen an, um Angebote der Leseförderung im Leben von Kindern und Jugendlichen zu verankern. Wir beraten bei der Umsetzung und informieren über mögliche Formate.
Friedrich Bödecker
Friedrich Bödecker war ein Pädagoge und Pionier der Leseförderung. 1896 in Bockenem/Harz geborenen, lud er bereits in den 1920er Jahren Kinder- und Jugendbuchautor*innen in Schulen ein, um neue Formen der Literaturvermittlung zu erproben.